Reihenhaus in der Hufeisensiedlung

für: Privat

Ausführungszeitraum: August – November 2021

Die von dem Architekten Bruno Taut, Stadtbaurat Martin Wagner sowie dem Gartenarchitekten Leberecht Migge gestaltete, zwischen 1925 und 1930 erbaute Hufeisensiedlung, gilt international als Schlüsselwerk des modernen städtischen Siedlungsbaus. Seit 1986 steht die gesamte Siedlung unter Denkmalschutz.

Das Reihenhaus in der Parchimer Allee 85 c gehört zu dem, in den Jahren 1929 – 1930 errichteten, sechsten Bauabschnitt des Gesamtensembles. Wie in der gesamten Siedlung ist die Fassade mittels eines durchgefärbten Strukturputzes, eines sogenannten Edelputzes, verputzt.

Der bauzeitliche Edelputz der Ostfassade sollte musterhaft konserviert und restauriert werden. Die historischen Putzflächen sollten nach der Erstellung einer Schadensaufnahme konsolidiert und bestmöglich gesichert werden. Fremdmaterialien, wie Eisen, Dübel und auch materialfremde Altergänzungen sollten möglichst Substanz schonend entfernt werden.

Zur Ergänzung von Fehlstellen musste in Zusammenarbeit mit einem Hersteller eine Trockenmörtelmischung entwickelt werden, die im Endprodukt den bauzeitlichen Bestandsputz in seiner Materialität und Farbigkeit möglichst exakt widerspiegelt. Ziel führend hierbei war auch die Wiederholbarkeit der Maßnahme der Putzergänzung bzw. des Neuverputzes gesamter Fassadenflächen, für zukünftige Sanierungen anderer Häuser der Siedlung, mit einem festgelegten, qualitätssichernden Produkt, zu gewährleisten. Erprobt werden musste auch die technische Ausführung der Putzergänzung, um die bauzeitliche Technik und die gealterte Oberfläche des umliegenden Bestandes möglichst gut nachzuahmen, sich in diesen zu integrieren und nicht unter ästhetischen Gesichtspunkten zu versagen.

Die Maßnahmen sollten kartiert und nach LDA – Standard dokumentiert werden.

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